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Ätherische Öle & Hunde

Immer wieder fragen mich Menschen: „Funktionieren ätherische Öle für Hunde?, sind diese nicht giftig?“ & wenn sie nicht giftig sind: „Was soll ich denn mit ätherischen Ölen beim Hund anfangen?“. Diese & weitere Fragen klärt Fabienne Frey. Viel Spass beim Reinlesen!

 

Was also sind den eigentlich ätherische Öle?

Ätherische Öle sind:

  • Flüchtige, winzig kleine, fettlösliche, natürliche Bestandteile aus den unterschiedlichsten Teilen einer Pflanze

  • Ölverbindungen, die beim Stoffwechselvorgang der Pflanze entstehen

  • Winzige Tropfen, die im Pflanzengewebe eingelagert sin

  • Ätherische Öle können aus den Ölsäckchen von Blüten, Samen, Blättern, Früchten, Rinden, Wurzeln & aus den Schalen der Pflanze gewonnen werden.

  • Dienen der Pflanze zum Schutz vor z.B. UV-Strahlen, Schädlingsbefall, aber auch um Bienen usw. anzulocken

  • Vielstoffsysteme mit bis zu 500 Wirkstoffen

Wie werden ätherische Öle gewonnen?

Wir unterscheiden zwei verschieden Gewinnungsmethoden:

  • Dampfdestillation:
    Dampfdestillation ist die häufigste Methode mit der aromatische Verbindungen (ätherische Öle) aus einer Pflanze gewonnen werden. Während des Destillationsprozesses wird Dampf durch das Pflanzenmaterial geleitet. Die Kombination aus heissem Dampf & sanftem Druck, lassen das ätherische Öl aus mikroskopisch kleinen Schutzbeuteln austreten.

  • Kaltpressung:
    Im Gegensatz zur Destillation kommt bei der Pressung, meist auch als Kaltpressung bezeichnet, keine Hitze zum Einsatz. Bei diesem Prozess wird Öl mit mechanischem Druck aus dem Pflanzenmaterial gewonnen. Die Hersteller nutzen diese Technik bei Zitrusölen, die aus der Schale gewonnen werden, wie z.B. Wildorange, Zitrone, Limette, Bergamotte & Grapefruit.

Sind ätherische Öle für den Hund giftig?

Wer kennt das Zitat von Paracelsus nicht: Alle Dinge sind Gift, & nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht's, dass ein Ding kein Gift sei.

Hast du schon mal beobachtet, dass dein Hund von einer Pflanze (z.B. Gras) manchmal Unmengen frisst? Gut möglich, dass die darin enthaltenen ätherischen Öle dem Organismus deines Hundes guttun. Sei es auf körperlicher Basis oder aber auch auf emotionaler Basis. Daraus können wir also ableiten, dass ätherische Öle nicht per se giftig sind für unsere liebsten Fellnasen. Wichtig bei der Verwendung von ätherischen Ölen am Hund ist, dass sie stark verdünnt werden (z.B. mit einem Trägeröl), es reine ätherische Öle sind & du gewisse Anwendungsregeln einhältst, dann können ätherische Öle deinen Hund sogar positiv unterstützen. Aber ja, es gibt ätherische Öle bei welchen wir bei der Anwendung am Hund vorsichtig sein müssen.

Wie wirken ätherische Öle auf den Hund?

Ätherische Öle können vom Körper über die Haut, die Schleimhäute (z.B. die Nasenschleimhäute) & über den Magen aufgenommen werden.

Je nach gewähltem ätherischem Öl kann die Wirkung auf den Körper sich komplett von einem anderen Öl unterscheiden oder aber sehr ähnlich sein.

Ätherische Öle gelangen beim Hund wie auch bei uns Menschen sehr direkt in den Körper & in den gesamten Organismus. Schau mal wie schnell:

  • In 22 Sekunden: 
    Die Moleküle erreichen das Gehirn.

  • In 2 Minuten: 
    Die Wirkstoffe sind im Blut.

  • In 20 Minuten: 
    Die Wirkstoffe haben alle Körperzellen erreicht.

  • In 20 - 25 Minuten: 
    Die ätherischen Öle können im Urin nachgewiesen werden.

Und nun? Wie wende ich ätherische Öle beim Hund an?

Du kannst die Öle äusserlich (topisch) anwenden:

  • Das ätherische Öl wird (meist verdünnt) direkt auf die Haut aufgetragen.

  • Bei schmerzenden Stellen des Bewegungsapparates leicht einmassieren.

  • Als Insektenabwehr als Spot‘on auf den Nacken auftragen oder als Spray ins Fell sprühen.

  • Auf Wunden/Verbrennungen (verdünnt) auftragen.

Du kannst die Öle aromatisch anwenden:

  • Das ätherische Öl wird mit einem Diffuser (Kaltzerstäuber) versprüht

  • Raumspray

  • Duftstein

  • Duftvlies (Duftanhänger)

  • Das ätherische Öl wird (z.B. bei einer langen Autofahrt) auf ein Tuch getropft & in die Nähe der Hundebox gelegt)

Ich verwende für unsere Hunde sehr oft die aromatische Anwendung mittels Diffuser.

Du kannst die Öle innerlich anwenden:

  • ACHTUNG! Nur in Absprache mit dem Tieratzt, Tierheilpraktiker oder Therapeuten!

  • Auf oder unter die Zunge (meistens verdünnt)

  • In Kapseln

  • Zahnstochermethode über das Futter

  • In seltenen Fällen ins Trinkwasser (bitte immer eine zweite Schale mit Trinkwasser aufstellen)

Welche ätherischen Öle sollte ich als Hundehalter immer zu Hause haben & wie wirken diese Öle?

Meiner Meinung nach dürfen in einem Hundehaushalt folgende Öle nicht fehlen...Die Aufzählung ist natürlich nicht abschliessend. So individuell jeder Hund ist, so individuell darf deine persönliche „ätherische Öl Apotheke“ sein.

  • Lavendel

  • Weihrauch

  • Pfefferminz

Wirkung des ätherischen Lavendelöls:

Antiseptisch, beruhigend, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, wundheilend, krampflösend, harntreibend, herzstärkend, hautpflegend,

ausgleichend entspannend, schlaffördernd, erfrischend

Anwendung beim Hund:

Insektenabwehr, Insektenstiche, bei kleinen Wunden, Verbrennungen, Ekzeme, als Seelentröster, bei Nervosität, bei Anspannung & Unwohlsein.

Wirkung des ätherischen Weihrauchöls:

Adstringierend, antiseptisch, entzündungshemmend, hautpflegend, krampflösend, entspannend, euphorisierend, tumorhemmend.

Anwendung beim Hund:

Gegen Angst, bei Husten, als Verstärker anderer ätherischen Öle, als Balsam für die Seele, in Kombination mit Copaiba bei Demenz & Alzheimer.

Wirkung des ätherischen Pfefferminzöls:

Antiseptisch, durchblutungsfördernd, eiterziehend, entzündungshemmend, kühlend, abwehrsteigernd, krampflösend, herzstärkend, anregend, erfrischend.

Anwendung beim Hund:

Bei Magendarm-Beschwerden (verdauungsfördernd), bei Husten (Zwingerhusten), fiebersenkend, kühlend im Sommer.

Gibt es gefährliche oder schädliche ätherische Öle?

Wie du oben schon gelesen hast, sind ätherische Öle hochwirksame Pflanzenwirkstoffe. Natürlich können hochwirksame Stoffe bei unsachgemässer

Anwendung zu Schäden führen. Sprich dich immer mit einer Fachperson ab & setze deinen gesunden Menschenverstand ein. Es gibt ätherische Öle die unverdünnt zu Haut- oder Atemwegsreizungen führen können, das sind sogenannte heisse Öle. Weiter gibt es gewisse „gesundheitliche“ Umstände des Hundes bei welchen gewisse ätherische Öle nicht angewendet werde sollten. Ich habe dir hier eine kleine Zusammenfassung über diese Umstände & Öle zusammengestellt. Bitte sprich dich im Zweifelsfall immer mit deinem Arzt oder Therapeuten ab.

  • Nur in Ausnahmefällen & dann nur zeitlich kurz & stark verdünnt anwenden:
    Eukalyptus, Nelke, Teebaum, Thymian, Wintergrün & Zimt

  • Bei Anfallsleiden, wie z.B. Epilepsie meiden:
    Basilikum, Dill, Fenchel & Wintergrün

  • Bei tragenden & säugenden Tieren meiden:
    Anis, Basilikum, Fenchel, Ingwer, Koriander, Muskatsalbei, Nelke, Pfefferminze, Rosmarin, Thymian, Wacholder, Wintergrün & Zimt

Welche ätherischen Öle verwende ich & wieso?

Ich verwende für uns & unsere Hunde ausschliesslich die ätherischen Öle von dōTERRA. Bei diesem Hersteller kann ich bei jedem Fläschchen nachvollziehen woher der Rohstoff kommt, wo & wie das Pflanzenmaterial verarbeitet wurde & die Qualität der ätherischen Öle wird immer unter denselben hohen Ansprüchen kontrolliert. Weiter sind die Öle von dōTERRA für den therapeutischen Zweck geeignet & enthalten keine Streck- oder

Lösungsmittel. Mir ist nur die beste Qualität gut genug!

Habt ihr Fragen dazu? Wir helfen euch gerne weiter.

Quellenangabe: Aromatherapie mit ätherischen Ölen für Tiere (Daniela Leikauf & Thorsten Weiss), Duftmedizin für Tiere (Maria L. Schasteen)

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